Career Calling goes Digital Days

2020 ist anders. Und die Career Calling geht mit den Digital Days innovative Wege. Heike Schreiner, Geschäftsführerin des WU ZBP Career Center, gibt Einblick in die digitalen Möglichkeiten von Österreichs größter Karrieremesse.

Warum wird die Career Calling 2020 digital?
Wie bei so vielen, war es auch bei uns: Wir spielen schon seit ein paar Jahren mit dem Gedanken, welche digitalen Bausteine wir bei der Career Calling hinzufügen können. Es ging uns vor allem um die Erweiterung der Möglichkeiten: Unternehmen und Studierende sind zuweilen nicht in Wien – Stichwort „Ortsunabhängigkeit“. Auch zeitlich wollten wir immer mehr für alle herausholen. Und natürlich wollten wir für alle eine verbesserte Zeitplanung. Das alles bietet unser Online-Tool: 2 Tage geballte Karriere-Zeit. Neben pre-scheduled Face-to-Face-Gesprächen gibt es auch Informationen, die zeitunabhängig abrufbar sind. 2020 ist anders. Wir haben diese Chance ergriffen. Denn: Österreichs größte Karrieremesse abzusagen war für uns nie ein Thema, vertrauen doch jährlich über 5.000 Studierende und fast 1.000 Unternehmensvertreter/innen auf sie.

Bekommt man auch online das berühmte „Gespür“ füreinander?
Ja und nein! Wir hätten die Entscheidung, die Career Calling digital zu gestalten, nicht getroffen, wenn wir nicht DAS Tool hätten, das die Career Calling in all ihren Facetten – Jobs, Gespräche, interaktive Networking-Möglichkeiten – abbildet. Dennoch, wie ein Sprichwort so schön sagt: Man darf Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Die Career Calling Digital Days werden etwas ganz anderes sein als die große Präsenz-Schwester. Es werden nicht mehr Goodies Studierende anlocken, es wird nicht mehr der größte und coolste Messetand die Studierenden beeindrucken. Vielmehr werden Werte – abgebildet in Facts –, Eindrücke – gezeigt in Fotos und Videos – und persönliche Interaktionen – die in diversesten Chats passieren – überzeugen. Und genau dies ist ein toller Gegenpol zur bisherigen Career Calling und wird zukünftig hoffentlich eine bleibende Ergänzung zu dieser sein – eine weitere Facette des „Gespürbekommens“.

Inwiefern unterscheiden sich die Career Calling Digital Days von vielen anderen Online-Events, die gerade aufpoppen?
Bei den Career Calling Digital Days geht es nicht um Streaming von Inhalten oder um Chats. Die Digital Days verbinden alle State-of-the-art-Interaktions-Möglichkeiten auf einer Plattform. Es sind keine Downloads, keine Zusatzprogramme notwendig. Die Software-Umgebung bildet den Rahmen, in dem alles passiert. Egal, ob es ums Kennenlernen/Branding oder den Einstieg/das Recruiting geht: Studierende können sich entweder „einfach mal nur“ informieren oder wirklich schon den nächsten Job ergattern. Frei nach dem Motto #findenundgefundenwerden können Arbeitgeber die Präsenz ihres Unternehmens genau mit den Touchpoints gestalten, die der aktuellen Strategie entsprechen.

Warum ist es wichtig, als Arbeitgeber bei Studierenden präsent zu sein? Vielleicht sogar, wenn es derzeit keinen "hiring need" gibt?
Im Zuge der Finanzkrise vor rund 10 Jahren hat uns eine langjährige Kooperationspartnerin die Employer-Branding-Welt ganz einfach erklärt: „Wir arbeiten seit Jahren daran, als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Da werden wir diese Arbeit nicht in einem Jahr der ‚Nicht-Präsenz‘ kaputt machen. Denn bald werden wir wieder händeringend nach neuen Mitarbeiter/innen suchen - deshalb müssen wir auch heute in den Köpfen der jungen Talente bleiben.“

Zum Abschluss: Ein Tipp für den überzeugenden Online-Auftritt?
Vielschichtig sein! Jede/r Arbeitgeber/in sollte sich in so vielen digitalen Settings wie möglich präsentieren und die Möglichkeiten mit vollem Elan nutzen. Ein halbherzig ausgefülltes Company-Profile, geizige Zeitressourcen für Chats, unmotivierte Mitarbeiter/innen bei Pitches oder Talks – das können unsere Arbeitgeber doch besser!!


Heike Schreiner
Geschäftsführerin WU ZBP Career Center